Demenz durch frühen Hörverlust?


Hörschaden lässt Gehirn altern
Demenz durch frühen Hörverlust?

In einer amerikanischen Studie zeigte die Gehirnaktivität junger Erwachsener mit leichten Hörschäden Veränderungen, die normalerweise nur im Alter auftreten. Ihr Gehirn versuchte, die Störungen auszugleichen.

Hörschäden führen zu Gehirnaktivität ähnlich wie bei alten Menschen

Ein Team um den Wissenschaftler Yune Lee von der Ohio State Universität in Columbus untersuchte an 35 Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 41 Jahren, wie das Gehirn gehörte Sätze mit unterschiedlicher Komplexität verarbeitet. Mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) zeichneten die Forscher die Aktivität im Gehirn auf, während die Teilnehmer Informationen mit einfachem und schwierigem Inhalt hörten.

Die MRT-Bilder ergaben, dass junge Teilnehmer, die zu Studienbeginn leichte Hörprobleme hatten, die gehörte Information anders verarbeiteten wie gleichaltrige Probanden mit gutem Hörvermögen. Auch ihre Gehirnaktivität war unterschiedlich: Gesunde junge Erwachsene ohne Hörschäden nutzten nur die linke Gehirnhälfte, um gehörte Informationen zu verarbeiten. Junge Teilnehmer mit leichten Hörschäden zeigten Aktivität in der linken sowie in der rechten Gehirnhälfte, insbesondere im rechten frontalen Kortex. Laut Lee kommt dieses Verarbeitungsmuster normalerweise nur bei älteren Menschen vor. „Ihr Gehirn weiß bereits, dass die Wahrnehmung von Klang nicht mehr das ist, was sie einmal war, und die rechte Seite beginnt, die linke zu kompensieren“, führt Lee aus. Da in der vorliegenden Studie bereits junge Menschen dieses Phänomen erlebten, empfiehlt der Studienleiter jungen Erwachsenen, auf ihr Gehör gut achtzugeben.

Hörverlust als möglicher Demenzfaktor

„Frühere Untersuchungen zeigten, dass Menschen mit leichtem Hörverlust doppelt so häufig an Demenz leiden. Und diejenigen mit mittlerem bis starkem Hörverlust haben das 3- bis 5-fache Risiko“, fasst Lee zusammen. Die vorliegende Studie weist darauf hin, dass diese Entwicklung möglicherweise früh beginnt.

Quelle: Ärzteblatt

Wir sind zertifiziert

Unsere starken Partner


News

Semaglutid jetzt als Tablette
Semaglutid jetzt als Tablette

Alternative bei Spritzenangst

Semaglutid zum Abnehmen gibt es jetzt auch als Tablette – eine Alternative für alle, die wegen der Spritze zögern. Wie die Pille wirkt, wer sie nehmen darf und worauf es bei der Einnahme ankommt.   mehr

Schwangerschaft verändert die Augen
Schwangerschaft verändert die Augen

Trockene Augen, Kurzsichtigkeit

Unscharfes Sehen, trockene Augen oder plötzlich schlecht sitzende Kontaktlinsen: Eine Schwangerschaft kann auch die Augen verändern. Bestimmte Sehstörungen sollten werdende Mütter jernst nehmen und ärztlich abklären lassen.   mehr

Vitamin D senkt Krebssterberate
Vitamin D senkt Krebssterberate

Nicht nur Knochenschutz

Vitamin D schützt nicht nur vor Osteoporose. Es verhindert auch Krebstodesfälle. Wieviele das bei einer Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D wären, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum vorgerechnet.   mehr

Befreiung von der Rezeptgebühr
Ein Medikament wird in der Apotheke eingescannt. In der Regel muss eine Rezeptgebühr bezahlt werden.

Bei Krankenkassen beantragen

Für Patient*innen mit häufigen Verschreibungen bedeuten die jährlichen Rezeptgebühren eine erhebliche finanzielle Belastung. Abhilfe verspricht eine Zuzahlungsbefreiung von der Krankenkasse. Doch welche Voraussetzungen sind für eine Befreiung notwendig?   mehr

Statine zur Vorbeugung
Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Alte Stadt-Apotheke OHG
Inhaber Carsten Albrecht, Thomas Schröder
Telefon 03765/1 21 36
Fax 03765/38 68 37
E-Mail info@stadtapotheke-reichenbach.de