Medikamente kühl lagern


Herausforderung Sommerhitze
Medikamente kühl lagern

Sowohl Apotheker wie auch Patienten stellt das warme Wetter vor besondere Aufgaben: Temperaturempfindliche Arzneimittel müssen bei Lagerung und während einer Reise gekühlt werden, damit sie wirksam bleiben.

Apotheke vor Ort garantiert Kühlung ohne Unterbrechung

Jedes Jahr erfordern etwa 30 Millionen der ärztlich verordneten Arzneimittel eine Lagertemperatur von höchstens 8 Grad Celsius. Darunter sind einige besonders empfindliche Medikamente, die während der gesamten Lieferkette sowie bei der Lagerung zwischen 2 und 8 Grad Celsius gekühlt werden müssen. Zu diesen kühlkettenpflichtigen Arzneimitteln gehören zum Beispiel Impfstoffe, Asthmasprays und bestimmte Augentropfen. Der Apotheker und Patientenbeauftragte des Deutschen Apothekerverbandes Berend Groeneveld verweist auf die Rolle der Apotheken: „Kühlpflichtige Arzneimittel eignen sich kaum für den Versandweg. Bei Arzneimitteln aus der Apotheke vor Ort ist die Temperaturführung […] bis zur Abgabe an den Patienten indes garantiert. Deswegen ist es für Patienten wichtig, eine Apotheke in der Nähe zu haben.“

Kühlpflichtig oder nicht? Die Apotheke gibt Auskunft

Groeneveld gibt als praktischen Tipp: „Wenn ein Arzneimittel kühlpflichtig ist, so ist das auf der Packung vermerkt. Patienten, die unsicher sind, können aber jederzeit in ihrer Apotheke fragen.“

„Vorsicht […] bei Medikamenten wie Insulin, die zuhause im Kühlschrank gelagert werden müssen! Das Insulin kann unterwegs in einer Kühlbox mit Kühlakku gelagert werden, darf aber nicht einfrieren und sollte deshalb mit einem Handtuch umwickelt werden. Insulinpens, die im Gebrauch sind, können bei Raumtemperatur gelagert werden, aber nicht über 25 Grad Celsius,“ rät Groeneveld bei längeren Reisen.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)

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