Hautkrebs durch Nageldesign?


Experten raten zu Schutzmaßnahmen
Hautkrebs durch Nageldesign?

Der Lack auf professionell modellierten Fingernägeln wird mit Hilfe von Lampen gehärtet, die ultraviolettes Licht abgeben. Sie stehen im Verdacht, das Hautkrebsrisiko zu erhöhen. Experten empfehlen vorbeugende Maßnahmen.

Zusammenhang zwischen UV-Lampen und Hautkrebs wird diskutiert

Grundsätzlich gilt: UV-A-Strahlung, wie sie auch von den Lampen in Nagelstudios ausgesendet wird, dringt bis in tiefere Hautschichten vor und wird als krebserregend beim Menschen eingestuft. Die Hautschäden nehmen mit der Länge der Einwirkzeit und der Dauer der Bestrahlung zu.

Wissenschaftler sind sich nicht sicher über den Grad der Gefährdung, die von den UV-A-Lampen in Nagelstudios ausgeht; entsprechend einem mathematischen Modell müssten 100.000 Menschen regelmäßig eine UV-Lampe verwenden, damit sich bei einer Person auf dem Handrücken Hautkrebs entwickelt. Nach anderen Untersuchungen reichen bereits 8 Studiobesuche für die Entstehung von Schäden in der Erbsubstanz aus. Die ungleiche Strahlungsverteilung an verschiedenen Hautarealen scheint ebenfalls problematisch.

Lieber auf Nummer sicher gehen

Einig sind sich die Experten: Solange keine eindeutigen Ergebnisse vorliegen, sollte der persönliche Schutz Vorrang haben. Die Leiterin des Krebsinformationsdienstes in Heidelberg Susanne Weg-Remers empfiehlt: „Wer nicht auf modellierte Nägel verzichten will, der sollte beim Besuch im Nagelstudio UV-Schutzmaßnahmen ergreifen, um sein Risiko so gering wie möglich zu halten. Verwenden Sie Sun-Blocker oder Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Auch fingerlose Handschuhe stellen einen Schutz dar.“

Quelle: DKFZ

Weiterführende Informationen zu Krebs und Krebsrisiken beim Krebsinformationsdienst.

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